In meinen Waldbaden-Kursen erlebe ich immer wieder, wie ungewohnt Stille für viele Menschen geworden ist. Der Auslöser für diese Gedanken heute war aber ein Gespräch mit meiner besten Freundin. Sie sagte, sie könne sich nicht vorstellen, einfach für eine Weile in der Natur zu sitzen – obwohl sie durch ihren Stress genau das gebrauchen könnte.
Früher war Stille ein selbstverständlicher Teil des Lebens. Heute sind wir fast ständig beschäftigt, erreichbar oder von Informationen umgeben. Unsere Aufmerksamkeit springt von einer Nachricht zur nächsten, von Termin zu Termin. Kein Wunder, dass viele Menschen sich dauerhaft erschöpft fühlen.
Dabei entsteht innere Ruhe oft genau dann, wenn wir einmal nichts tun müssen. Wenn wir einfach nur da sind. Die Natur kann uns dabei helfen. Sie erwartet nichts von uns.
Wenn Du magst, ist hier eine kleine Übung für den Wald:
Suche dir einen Platz, an dem du dich wohlfühlst. Setze dich für fünf Minuten (gern auch länger) auf einen Baumstamm, eine Bank oder direkt auf den Waldboden. Lass das Handy ausgeschaltet. Nimm einfach wahr:
Welche Geräusche hörst du?
Was bewegt sich um dich herum?
Welche Farben und Formen fallen dir auf?
Wie fühlt sich die Luft auf deiner Haut an?
Du musst nichts erreichen und nichts analysieren. Sei einfach für einen Moment Teil der Natur. Oft entdecken wir dabei etwas Wertvolles: Die Ruhe, nach der wir suchen, war die ganze Zeit da. Wir haben nur verlernt, ihr Raum zu geben.
Viel Freude beim Ausprobieren & bis bald im Wald, Carola!
